Flecken von Filzstiften und Flüssigkleber

Kann keiner vermeiden: Breireste auf Lätzchen und auf der Kleidung von Babys und Kleinkindern. FOTO DPA

Wer Vater oder Mutter wird, erlebt neue Herausforderungen beim Waschen. So meistert man sie.

19.08.2021

Reden wir mal über Babykotze. Über Grasflecken und Schmierereien mit Filzstiften. Und, ganz fies: Über Flüssigkleber auf Kinderkleidung. Wie bekommt man all das nur wieder aus den Klamotten herausgewaschen?

Viele Babys stoßen auf und spucken dabei Milchschleim aus, denn der Muskel zwischen Magen und Speiseröhre ist bei ihnen häufig noch zu schwach entwickelt, um den Mageninhalt zu halten. Gerade diese Milch setzt sich besonders hartnäckig in der Kleidung ab. Zwar ist Milch an sich recht leicht herauszuwaschen. Doch wenn sie durch den Umweg über das Baby schon leicht fermentiert sein kann, ist das anders – vor allem in Wollpullovern und anderen Kleidungsstücken mit Struktur, in die der Schleim gut eindringen kann. Er haftet dort so hartnäckig, dass das schonende Woll-Waschprogramm ihn oft nicht restlos entfernen kann. Glassl rät daher, den möglichst noch feuchten Fleck schnell von Hand vorzubehandeln. Also: flüssiges Wollwaschmittel oder zur Not Haarshampoo draufgeben und gut mit Wasser ausspülen, sofern man zufällig in einer Umgebung mit Bad ist.

Farben und Klebstoffe

Selbst Erwachsene schaffen das oft nicht: Mit Filzstiften malen, ohne Flecken auf Haut und auch Kleidung zu hinterlassen. „Bei wasserlöslichen Farben hilft oft das Waschen mit festem Universal- oder Vollwaschmittel in Pulver-, Granulat- oder Tablettenform bei der laut Textilpflegeetikett höchst zulässigen Temperatur. Mindestens bei 40 Grad, besser bei 60 Grad“, sagt Glassl.

Gegen nicht wasserlöslichen Farben gibt es Spezialfleckentferner. Bei ihnen muss die Gebrauchsanleitung beachtet werden. Bei Chemiefasern prüft man vorher, ob der Fleckentferner verwendet werden darf. Flüssigkleber sind sowas wie die Steigerungsform von Flecken: Sie bleiben als bröckelige Stücke am Stoff haften. Ratschläge wie das Einfrieren der Textilien und dann Abbröckeln des gefrorenen Klebers können erfahrungsgemäß je nach Gewebe helfen, aber eben nicht immer. Glassl rät bei dafür zugelassenen Fasern zum Spezialfleckentferner.

Grasflecken

Ihr Kind will Fußballprofi werden und kommt täglich mit grasgrün befleckten Hosen und Shirts vom Platz? Dafür gibt es eine gute Lösung: Wieder das Waschen mit festem Universal- oder Vollwaschmittel als Pulver, Granulat oder Tabletten bei der laut Pflegeetikett höchst zulässigen Temperatur, mindestens bei 40 Grad.

Handseife hilft hier auch, zumindest wenn der Fleck frisch ist: Grasflecken sind damit laut einem Test der Stiftung Warentest so nach der Wäsche fast völlig verschwunden. dpa